Umgang mit Vielfalt in der Väterarbeit

Woran denken Sie beim Begriff Vielfalt? Welche Väter und damit verbundene Bilder kommen Ihnen in den Kopf? Die Antwort ist sicherlich davon abhängig, mit welchen Aspekten von Vielfalt sind Sie bei Ihrer Arbeit mit Vätern konfrontiert sind und wo Sie bei diesem Thema die größten Herausforderungen für Ihre Arbeit sehen. Vielfach sind es die Väter, die aus anderen Kulturkreisen kommen, die wir nicht kennen oder die vermeintlich rückständig sind oder andere Wertvorstellungen zum Beispiel zu Erziehung und Rollenvorstellungen haben. Es lohnt sich in jedem Fall genauer hinzusehen und Väter einzuladen und anzusprechen. Ein Thema, was fast immer zieht, ist unser Bildungssystem und die damit verbundenen (Aufstiegs-) Möglichkeiten für ihre Kinder.

Neben diesem Aspekt gibt es aber eine ganze Reihe von Merkmalen, die mindestens ebenso bedeutsam für die Ansprache und Einbeziehung von Vätern sind:

  • Das Lebensalter: es gibt jugendliche und späte Väter und ganz viel dazwischen
  • Alter und Anzahl der Kinder
  • der Beziehungsstatus: verheiratet, getrennt lebend, in Scheidung …
  • die Gesundheit: eigene Gesundheit, erkrankte Kinder oder Partnerin, pflegebedürftige Angehörige
  • die geografische Herkunft: Stadt oder Land, zugewandert oder geflohen, sozialer Brennpunkt oder gut situierter Stadtteil
  • die soziale Herkunft und Lebenslage: haben die Eltern eine akademische Ausbildung oder nicht, auskömmliches Einkommen oder Hartz IV

Was die an dieser Stelle nur knapp aufgezählten Möglichkeiten angeht zeichnet jeden Vater eine mehrfache Zugehörigkeit aus, die mit Herausforderungen für Ihre alltägliche Arbeit, aber auch mit Ressourcen verbunden ist.

Praxistipp:

Erarbeiten Sie für Ihre Einrichtung fachliche Kriterien zum Umgang mit Vielfalt, beseitigen Sie Zugangsschwellen und beteiligen Sie Väter dabei.

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