Wenn wir eine echte und tatsächliche Gleichberechtigung wollen, dann müssen wir die Väter in den Blick nehmen.

Newsletter 2022-02

… dies sagt Collien Ulmen-Fernandes deren zweiteilige Doku zum Thema „Rabenväter oder Superdads“ auf ZDFneo und der Mediathek zu sehen ist. Darin berichten unter anderem fünf Väter aus ihrem sehr unterschiedlichen Alltag. Außerdem kommen Expert*innen zu Wort, um einzuordnen, wo wir aktuell in der Väterforschung stehen und was sich ändern sollte.

In dem Interview äußert Ulmen-Fernandes weiter: „Wenn man anfängt sich mit diesem Thema zu beschäftigen, dann merkt man wie enorm wichtig die Väterforschung ist. Ich selbst setze mich ja schon seit Jahren für Gleichberechtigungsthemen ein und war, als die Redaktion das Thema angefragt hat, nicht vor Begeisterung vom Stuhl gefallen. Ich hatte ja das weibliche Pendant dazu schon gemacht. In der Recherche zum Thema und in der Auseinandersetzung mit der Väterforschung habe ich dann gemerkt, wie wichtig das Thema eigentlich ist“

Die Mitglieder der LAG haben diese Überzeugung ja schon lange und wir hoffen, dass diese Dokumentation den Rückenwind für unsere Arbeit verstärken wird.

 

Migrationssensible Väterarbeit

Ist das Schwerpunktthema der LAG im m März und April. Im Gespräch mit Prof. Uslucan haben wir auf das Projekt ‚Interkulturelle Väterarbeit in NRW (IVA)‘ zurückgeschaut und beleuchtet, was auch im Hinblick auf die aktuelle Fluchtbewegung aus der Ukraine von Bedeutung sein wird. „Ein Aspekt war auch die soziale Vernetzung. Dass sie erkannt haben: ‚Es ist wichtig, auch mit andern Vätern ins Gespräch zu kommen‘, weil ‚Es sind nicht nur meine Sorgen, sondern es sind Sorgen auch anderer Väter.‘ Und durch diese Väterarbeit auch eine Art von Vernetzung, was letztlich auch Solidarpotenziale aufbauen hilft und dazu führt, dass man auch entlastet ist, weil man merkt, das ist nicht nur etwas, was einen selbst betrifft.“

In dem Werkstattgespräch am 7. April wird Alexander Stathopoulos vom Verband binationaler Familien in Frankfurt über Erfahrungen des Arbeitskreises Migrationssensibler Väterarbeit (MiseV) in Hessen berichten und Erfolgskriterien skizzieren.

Rückblick

Beim ersten Werkstattgespräch dieses Jahres ging es um die Väterpolitik. Eine Zusammenfassung des Gesprächs und den Link zum Download des Vortrags finden Sie hier.

Der 29. Februar ist der Equal Care Day. An diesem Tag, den es nur alle vier Jahre gibt, wird auf die weitgehend unsichtbare Fürsorge Arbeit aufmerksam gemacht. Die LAG Väterarbeit ist ja unter anderem angetreten, Vätern mehr Engagement in Familie zu ermöglichen und das heißt auch mehr Zeit für fürsorgliches Verhalten und die Übernahme von Care Arbeiten.

Dazu haben wir auch den diesjährigen Equal Care Day genutzt. Im Gespräch mit Nantke Garrelts hatte Hans-Georg Nelles am Gelegenheit im Tagesspiegel die Position der LAG darzulegen. Einen Tag zuvor hat Patricia Cammarata die Perspektive der Frauen dargelegt. Am 28. Februar gab es noch einmal einen zusammenfassenden Beitrag.

Ausblick

Am 15. Mai finden in NRW die Landtagswahlen statt und auch auf Landesebene gilt es Weichen für mehr väterliches Engagement zu stellen. Dazu werden wir Ihre Erwartungen zusammenfassen, Fragen an die Parteien stellen und mit verantwortlichen Politiker*innen ins Gespräch kommen.
Im Sommer wird die LAG ‚Väter und Kinder als Opfer von Gewalt‘ thematisieren. Dazu wird es ebenfalls ein Werkstattgespräch in Präsenz, Interviews mit Expert*innen und verschiedene Fachbeiträge geben.

Alle Beiträge und Terminhinweise finden Sie auf der Webseite www.lag-vaeterarbeit.nrw

Termine

5. April 2022, 2. Online Member Meeting der LAG Väterarbeit

7. April 2022, 15:30 bis 17 Uhr, Online Werkstattgespräch ‚Migrationssensible Väterarbeit‘

Migrationssensible Väterarbeit ist wichtig für die Zukunft unserer Gesellschaft. In Großstädten wie Köln oder Frankfurt haben weit mehr als 50 Prozent der schulpflichtigen Kinder einen sogenannten Migrationshintergrund. Die Väter dieser Kinder können einen bedeutsamen Beitrag zu ihrem guten Aufwachsen und Bildungserfolg leisten.

Bei dem Werkstattgespräch am 7. April wird Alexander Stathopoulos vom Verband binationaler Familien in Frankfurt über die Erfahrungen des Arbeitskreises berichten und wir werden gemeinsam überlegen, wie wir diese für die Väterarbeit in NRW nutzen können.

Zu diesem Gespräch können Sie sich hier anmelden:

 https://www.surveymonkey.de/r/LAG_20220407

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